Golfregeländerungen 2019

Ab dem 01.Januar 2019 gelten weltweit neue Golfregeln! Dabei handelt es sich um die größte Regelrevision seit über 50 Jahren die durch die weltweit anerkannten obersten Regelhüter des Golfsports, den Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews (R&A) und die United States Golf Association (USGA) durchgeführt wurde.

Was sind die wichtigsten Neuerungen und Änderungen?

Weiterhin gilt als grundlegende Regel im Golfsport, dass der Ball so gespielt werden muss wie er liegt und wie er vorgefunden wird. Nach wie vor wird von den Golfspielern erwartet, dass an den sogenannten „Spirit of the Game“ halten, d.h. die Regeln befolgen, alle Strafen anwenden und generell fair und ehrlich sind. Es wird erwartet, dass sich ein Golfspieler an die Etikette hält, Rücksicht auf Mitspieler und Andere nimmt, zügig spielt und auf Sicherheit für alle achtet. Auf dem Golfplatz wird weiter vom Golfspieler erwartet, dass er Pitchmarks auf den Grüns repariert, Divots zurücklegt und festtritt, Sand im Bunker einebnet und den Golfplatz allgemein schonend behandelt.

Hier einige der wichtigsten Neuerungen und Änderungen:

Ballsuchzeit
Bis jetzt standen 5 Minuten zur Verfügung um einen verlorenen Ball wiederzufinden, nun sind nur mehr 3 Minuten für die Ballsuche vorgesehen, danach gilt der Golfball als verloren.

Golfball beim Suchen bewegt
Der Golfspieler zieht sich keine Strafe zu und der Golfball muss wenn möglich, an den genauen Ort zurückgelegt werden. Bisher erhielt der Spieler in aller Regel einen Strafschlag, wenn er bei der Suche seinen Golfball bewegte.

Provisorischer Ball
Man darf einen provisorischen Ball auch dann spielen, nachdem Sie bereits eine Weile nach Ihrem ursprünglichen Ball gesucht haben. Bis jetzt durfte ein provisorischer Ball nur gespielt werden, bevor der Spieler nach vorne ging, um nach seinem ersten Ball zu suchen.
Doch wird durch die kurze Suchzeit von drei Minuten, es kaum mehr möglich sein, einen provisorischen Ball zu spielen, nachdem man bereits eine Weile gesucht hat. Denn nach Ablauf der drei Minuten ist es kein provisorischer Ball mehr, sondern automatisch ein neuer Ball im Spiel.

Eingebetteter Ball
Man darf nach den neuen Golfregeln alle im Gelände eingebettete Bälle straflos droppen, also auch im Rough und Semirough. Eingebohrte Bälle im Bunker oder in “Penalty Areas“ müssen nach wie vor gespielt werden, wie sie liegen.

Messen Schlägerlänge
Für das messen der Schlägerlänge konnte bisher jeder beliebige Schläger verwendet werden. Mit den neuen Regeln gilt als Schlägerlänge der längste Schläger, den Sie im Bag haben, ausgenommen der Putter.

Golfball trifft einen Spieler oder Ausrüstung
Bis jetzt war ein Strafschlag vorgesehen, sollte man als Spieler sich selbst oder die eigene Ausrüstung treffen. Für dies ist nun keine Strafe mehr vorgesehen, Voraussetzung ist aber, dass es sich um ein Versehen handelt. Es ist natürlich weiterhin nicht erlaubt die Ausrüstung oder einen Fuß zum Stoppen des Golfballes platzieren.

Penalty Areas
Wasserhindernisse werden durch sogenannte Penalty Areas ersetzt. Das sind Seen, Teiche, Gräben und anderes von der Spielleitung markiertes Gelände. Wenn sie den Ball aus einer Penalty Area spielen, so darf man laut den neuen Golfregeln den Boden und das Wasser vor dem Schlag berühren.

Droppen
Der Ball kann ab jetzt aus Kniehöhe gedroppt werden, bisher musste aus Schulterhöhe gedroppt werden. Zum Droppen den Golfball auf Kniehöhe halten und loslassen.

Sandberührung Bunker
Die beiläufige Berührung des Sandes im Bunker ist ab jetzt erlaubt. Damit ist gemeint man darf sich auf den Schläger abstützen, man darf allerdings nicht die Beschaffenheit des Sandes vor dem Schlag zu prüfen, den Schläger vor oder hinter dem Ball aufzusetzen und Probeschwünge mit Berühung des Sandes ausführen.

Lose Naturstoffe
Lose hinderliche Naturstoffe könne ab jetzt überall entfernt werden, auch im Bunker und in einer Penalty Area dürfen also Blätter, Zweige, Steine, Äste oder Laub straflos entfernt werden. Bisher mussten im Bunkern und Wasserhindernissen die losen Naturstoffe liegen bleiben.

Fahnenstange beim Putten
Das Treffen der Fahne zieht keine Strafe mit sich, wenn der Ball beim Putten den Flaggenstock im Loch berührt, sie können die Fahne immer im Loch stecken lassen. Bisher musste die Fahne bedient oder entfernt werden.